Freiwassermeisterschaften an der Zitadelle Spandau

Norddeutsche und Berliner Freiwassermeisterschaften

14.09.2026

Am 12. und 13. September 2026 wurden an der Zitadelle Spandau die 13. Offenen Norddeutschen Freiwassermeisterschaften gemeinsam mit den Berliner Freiwassermeisterschaften ausgetragen. Insgesamt waren 182 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 38 Vereinen gemeldet und sorgten für ein gut besetztes Meisterschaftswochenende.

Geschwommen wurde auf einem 1,25 km langen Rundkurs. Am Samstag standen die Wettbewerbe über 2,5 km und die 3 x 1,25 km Staffeln auf dem Programm. Am Sonntag folgten die Rennen über 5 km. Das Teilnehmerfeld reichte vom Nachwuchs in den jüngeren Jahrgängen bis zu Athleten, die bereits auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreich sind.

Auftakt über 2,5 km

Der Samstag begann bei zunächst noch kühlen Außentemperaturen, die im Tagesverlauf auf rund 21 Grad anstiegen. Bei einer Wassertemperatur von etwa 19 Grad fanden die Aktiven gute Bedingungen für die ersten Entscheidungen über 2,5 km vor.

Bei den Männern gingen die Jahrgangssiege an Theodor Scholz und Olivier Awrycewicz vom Berliner TSC, Floyd Düker vom Delmenhorster SV 1905 sowie Akram Ammar, Yessin Ammar und Lukas Steuter von den Wasserfreunden Spandau 04.

Auch bei den Frauen zeigte sich die überregionale Besetzung der Meisterschaften. Elisabeth Assenov von den Wasserfreunden Spandau 04, Luise Beckert von der SG Bille, Mia Marie Junga vom Berliner TSC, Stine Holzner von der SG Neukölln Berlin sowie Lisa Barth und Liska Sophie Richter vom SV Halle / Saale gewannen ihre jeweiligen Jahrgangswertungen. Damit verteilten sich die Titel bereits zum Auftakt auf Vereine aus mehreren Landesverbänden.

Am Nachmittag folgten die 3 x 1,25 km Staffeln. Die Staffelentscheidungen bildeten den Abschluss des ersten Wettkampftages und brachten die Mannschaften noch einmal gemeinsam auf die Strecke.

In der Wertung 2010 bis 2014 gewannen Akram Ammar, Yessin Ammar und Lilly Zastrow für die Wasserfreunde Spandau 04. Auf Platz zwei folgte Aqua Berlin mit Carlotta Amalia Krutz, Felix Woiwode und Tamino Hensel. Anna Amalia Eggert, Stella Elyse Brunk und Lennox Dufft belegten für den Berliner TSC den dritten Platz.

In der Wertung 2009 und älter siegten Lukas Steuter, Celina Schmidt und Malte Torben Cygan für die Wasserfreunde Spandau 04. Die SG Neukölln Berlin mit Oskar Schildknecht, Selina Müller und Ben David Preuß erreichte Platz zwei. Rang drei ging an Christian Okrema, Klara Antok und Nicolas Hempel von den Wasserfreunden Spandau 04.

Damit endete ein erster Wettkampftag, an dem sowohl die Berliner Vereine als auch die angereisten Mannschaften aus den weiteren Landesverbänden ihre Akzente setzen konnten.

Stark besetzte Rennen über 5 km

Am Sonntag standen die abschließenden Wettbewerbe über 5 km auf dem Programm. Bei wechselhaftem Wetter, Außentemperaturen zwischen etwa 15 und 20 Grad und erneut rund 19 Grad Wassertemperatur mussten vier Runden auf dem 1,25 km langen Kurs absolviert werden.

Bei den Männern gewannen Nikita Zemliansky vom Berliner TSC im Jahrgang 2012, Akram Ammar von den Wasserfreunden Spandau 04 im Jahrgang 2011 und Pedro Stier von der SG Neukölln Berlin im Jahrgang 2010. Besonders knapp verlief die Entscheidung im Jahrgang 2010. Zwischen Pedro Stier, Yessin Ammar und Tade Schumann von der SG Neumünster lagen auf den Plätzen eins bis drei lediglich wenige Sekunden.

Ein sportlicher Höhepunkt des Wochenendes war die Wertung 2009 und älter. Hier gewann Lukas Steuter in 55:59,89 Minuten vor Simon Reinke in 56:40,62 Minuten und Cedric Büssing in 57:13,36 Minuten, beide von der SG Essen.

Die Besetzung dieses Podiums unterstrich das Niveau der Meisterschaften. Steuter war erst Ende Juni Deutscher Meister der offenen Klasse über 5 km im Freiwasser geworden. Simon Reinke gehört zu den erfolgreichen deutschen Schwimmern auf den längeren Freistilstrecken. Cedric Büssing gewann in dieser Saison den Deutschen Meistertitel über 400 m Lagen und ist auch international für Deutschland gestartet. Dass solche Athleten gemeinsam mit dem norddeutschen Nachwuchs an der Startlinie standen, gab insbesondere dem abschließenden Rennen über 5 km einen zusätzlichen sportlichen Reiz.

Bei den Frauen gingen die Siege an Jaike Marie Petersen vom TSV RW Niebüll, Mathilda Hanske vom PSV Schwerin sowie Lisa Barth und Liska Sophie Richter vom SV Halle / Saale. Auch Richter hatte ihre Stärke im Freiwasser bereits bei den Deutschen Meisterschaften gezeigt und dort im Juni Platz zwei über 5 km in der offenen Klasse erreicht.

So waren an beiden Tagen Vereine aus unterschiedlichen Landesverbänden auf den Podestplätzen vertreten. Neben den Meistertiteln bot die Veranstaltung damit vor allem den gewünschten sportlichen Vergleich über die Landesgrenzen hinweg.

Nach den letzten Zieleinläufen am Sonntag gingen zwei intensive Wettkampftage an der Zitadelle Spandau zu Ende. Neben den Leistungen der Aktiven war die Durchführung nur durch das Zusammenspiel vieler Beteiligter möglich. Strecke und Veranstaltungsgelände mussten vorbereitet, die Wettkämpfe auf und am Wasser abgesichert und nach dem letzten Rennen wieder zurückgebaut werden.

Mein Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, den Kampfrichterinnen und Kampfrichtern, dem DRK und den weiteren Kräften auf und am Wasser sowie allen, die beim Aufbau, während der Wettkämpfe und beim Abbau unterstützt haben. Ebenso danke ich den Vereinen, Trainerinnen und Trainern sowie allen Aktiven für die Teilnahme und den fairen Verlauf der Meisterschaften.

Die vollständigen Ergebnisse aller Wettbewerbe sind im Protokoll auf schwimmen.berlin veröffentlicht.

Heiko Hopf
Sachbearbeiter Freiwasserschwimmen
Fachsparte Schwimmen im Berliner Schwimm Verband

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